D-Q5601

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Commentary

Transcript

Lieber Bruder.

Auf Ihr Q.L. vom Esphend. kann ich nur so viel sagen:
 (1)man könnte allerdings triftigere Gründe ange-
ben, warum die Os. Obern unbekannt bleiben müssen.
Allein es ist dennoch am besten, daß das Publikum lieber
in seiner Meynung über Uns schwanke, als daß
es mit völliger Kenntniß über uns ,,Unsre Zwecke``
und unsre Mittel urtheilen könne. Bey unsrer
Überzeugung, daß das Geheimniß nöthig sey, wenn
Wir Gutes wirken wollen, kann uns jedes ungegründete
Urtheil gleichgültig seyn.
 (2) Noch meinen die ältesten Br. des Os. es sollen
in Epidammus so schlimm für's Ganze nicht werden,
als Sie es zu fürchten scheinen. Sollte der Br. Ar-
nolphus wirklich so unvorsichtig gewesen seyn,
sich in unerlaubte Händel einzulassen, (welches
der O. nicht lehrt, noch weniger fordert) und sollte
er so Papiere aufgehoben haben, die wider |

ihn zeigen könnten: so werden zwar Brn da seyn,
die ihn zu retten suchen werden: aber, daß er dann
auch ein wenig durch Schaden klüger werde, wäre
Weg der Fürsehung!
 (3) Ueber das von Ihnen angezeigte Vergehen
des Brs. Jac. Thom. können die Aeltesten des Os,
nicht eher Etwas verfügen, bis von dem M. Magst.
zu Syr. ein ordentliches Protokoll darüber gehalten
und eingesendet worden. Wir hoffen, daß dieß
fördersonst geschehen werde, damit alsdann
geschehen könne, was nach dem brüderl. Geiste
der Verbindung zweckmässig erforderlich ist.
                       Ihr
                          sie liebender
                          Basilius.

Anmerkungen